Volumes

Informationen zu Volumes

NFS-Volumes stellen bereitgestellte Speicherbereiche innerhalb eines Speichersystems dar.
Der Zugriff erfolgt durch das Einbinden (Mounting) der Volumes auf einem Linux-Host. Hierfür bietet sich beispielsweise die Einbindung in die pluscloud oder einen Dedicated Server an.

Derzeit werden weder Windows-Systeme noch Kerberos-Authentifizierung unterstützt.

Network File Storage (2nd Gen) unterstützt die NFS-Version NFSv4.

Einbindung von Network File Storage (2nd Gen) Volumes

Die Einbindung erfolgt über NFS.
Vorab muss das entsprechende NFS-Client-Paket auf dem Zielsystem installiert sein – abhängig von der verwendeten Linux-Distribution:

  • Ubuntu / Debian:
    $ sudo apt update
    $ sudo apt install nfs-common
    
  • RHEL, CentOS, Fedora:
    $ sudo yum install nfs-utils
    

Manuelle Einbindung

Die manuelle Einbindung von Network File Storage (2nd Gen) Volumes kann wie folgt durchgeführt werden:

  1. Erstellung eines Verzeichnisses, das als mount point dient

    sudo mkdir /var/<directory>
    

    Beispiel:

    sudo mkdir /var/backups
    

    Dieses Verzeichnis muss auf dem Zielsystem erstellt werden.

  2. Einbindung des Network File Storage (2nd Gen) Volumes Nutzen Sie folgenden Befehl zur Einbindung:

    sudo mount -t nfs <ip_adresse>:/<vertragsnummer> /var/<directory>
    

    Beispiel:

    sudo mount -t nfs 10.10.0.10:/<sn123456> /var/backups
    
    • <ip_adresse> ist die öffentliche IP-Adresse des Volumes.
    • entspricht Ihrer Vertragsnummer.
    • ist das zuvor erstellte Mountverzeichnis.

    War die Einbindung erfolgreich sollte hierbei kein Output erfolgen.

    Optional können zusätzliche Parameter über -o angegeben werden, z. B. zur Angabe der NFS-Version:

    mount -t nfs -o nfsvers=4.2 <ip_adresse>:/<vertragsnummer> /var/<directory>
    

    Eine vollständige Auflistung der möglichen Parameter erhalten sie hier.

  3. Einbindung prüfen Überprüfen Sie den Mount mittels der Befehle mount oder df -h.

Automatische Einbindung

Bei der automatischen Einbindung in das Zielsystem wird das Network File Storage (2nd Gen) Volume beim Startvorgang automatisch eingebunden. Hierbei bleibt die Einbindung auch bei einem Neustart des System erhalten.

Die Verwaltung der einzubindenden Volumes erfolgt hierbei über die /etc/fstab Datei.

Folgendes Vorgehen kann zur automatischen Einbindung von Network File Storage (2nd Gen) Volumes verwendet werden:

  1. Erstellung eines Verzeichnisses, das als mount point dient

    sudo mkdir /var/<directory>
    

    Beispiel:

    sudo mkdir /var/backups
    

    Dieses Verzeichnis muss auf dem Zielsystem erstellt werden.

  2. Bearbeitung der /etc/fstab Datei:

    Die Bearbeitung kann mit dem Text Editor Ihrer Wahl vorgenommen werden.

    sudo vim /etc/fstab
    

    Innerhalb der /etc/fstab Datei muss nun das einzubindende Volume angegeben werden:

    # <file system>                     <dir>       <type>   <options>   <dump>	<pass>
    <ip_adresse>:/<vertragsnummer> /var/<directory>  nfs      defaults    0       0
    

    Hierbei meint <ip_adresse> die Adresse des Network File Storage (2nd Gen) Volumes.

  3. Einbindung durchführen:

    Die Einbindung des Verzeichnisses und des Volumes erfolgt mittels des Befehls

    mount /var/<directory>
    mount <ip_adresse>:/<vertragsnummer>
    

Nun ist das Network File Storage (2nd Gen) Volume auch über Neustarts des Systems hinweg angebunden.

Auflösen der Einbindung

Um eine bestehende Einbindung eines Network File Storage (2nd Gen) Volumes aufzulösen müssen zunächst alle Dienste, die auf das Volume zugreifen beendet werden. Eine Übersicht, der Dienste, die auf ein bestimmtes Volume zugreifen kann mittels des Befehls

fuser -m /var/<directory>

erhalten werden.

Wenn keine Dienste mehr auf das Volume zugreifen kann die Einbindung mittels

umount <ip_adresse>:/<vertragsnummer> 
umount /var/<directory>

getrennt werden.

Maximalwerte

Für NFS Volumes gelten einige zu beachtende Maximalwerte:

  • Bei der Verwendung von Network File Storage (2nd Gen) als NAS besteht eine, technisch bedingte, maximale Größe von 20TB, sowie ein Maximum von 3 Mio. Dateien pro Directory.
  • Bezogen auf Inodes besteht ein Maximum von 3.112.959 Inodes je 100GB und 212.511.260 Inodes je Volume.

Snapshots

Snapshots dienen der Sicherung und Wiederherstellbarkeit der Volumes. Die Buchung verschiedener Snapshot Pakete von je 5, 15 oder 30 Snapshots ist möglich. Diese Snapshots können wahlweise in verschiedenen Intervallkombinationen aus stündlichen, täglichen und wöchentlichen Snapshots erstellt werden.

Das Snapshotverzeichnis kann über die CLI aufgerufen werden, hierbei gilt zu bedenken, dass die Snapshots bei einer Auflistungs mittels Befehle, wie ls -l, etc. nicht erscheint, da es sich um ein verstecktes Verzeichnis mit dem Namen .snapshot handelt. Aus diesem Grund muss beispielsweise der Befehl ls -la verwendet werden.

Das .snapshot Verzechnis befindet sich in dem Network File Storage (2nd Gen) Volume. Die Größe der Snapshots innerhalb dieses Verzeichnisses wächst dynamisch, abhängig von den Änderungen, die seit dem letzten Snapshot erfolgt sind. Hierbei wächst das .snapshot Verzechnis innerhalb es Network File Storage (2nd Gen) Volumes.

Wiederherstellung aus Snapshots

Sollte eine Wiederherstellung von Daten aus einem Snapshot notwendig werden kann wie folgt vorgegangen werden:

  1. Navigation zum .snapshot Verzechnis innerhalb des Network File Storage (2nd Gen) Volumes.
    ls .snapshot
    
    Dieses Verzeichnis enthält seinerseits Unterverzeichnisse, die den Snapshots des Volumes entsprechen:
    ls .snapshot
    daily.2017-05-14_0013/              hourly.2017-05-15_1106/
    daily.2017-05-15_0012/              hourly.2017-05-15_1206/
    hourly.2017-05-15_1006/             hourly.2017-05-15_1306/
    
  2. Navigation in gewünschtes Unterverzeichnis, das die wiederherzustellenden Daten enthält.
    ls .snapshot/hourly.2017-05-15_1306/my.txt
    my.txt
    
  3. Kopieren der wiederherzustellenden Daten an in deren gewünschte Verzeichnisse.
    cp .snapshot/hourly.2017-05-15_1306/my.txt .
    

Nach Abschluss dieser Schritte wurden die gewünschten Daten erfolgreich wiederhergestellt.

Verschlüsselung

NFS Volumes in Network File Storage (2nd Gen) werden standartmäßig mittels Encryption at Rest verschlüsselt. Hierbei kommt der Verschlüsselungsalgorithmus AES-256 zum Einsatz.

Überwachung

Eine Überwachung der Volumes von Network File Storage (2nd Gen) erfolgt in Bezug auf ihre Verfügbarkeit, nicht auf ihren Füllstand. Wir empfehlen daher eine Überwachung der Kapazität über das Client Monitoring. Das plusserver Team steht ihnen bei der Integration der Network File Storage (2nd Gen) Volumes in ihre Monitoring Lösung gerne beratend zur Seite.